Orientierung im Leichtbaumarkt

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Die sicherheitspolitische Lage hat die Nachfrage nach Verteidigungsgütern innerhalb kurzer Zeit deutlich verändert. Für produzierende Unternehmen stellt sich damit die Frage, wie bestehende Fertigungskapazitäten kurzfristig und wirtschaftlich für wehrtechnische Produkte nutzbar gemacht werden können, ohne das angestammte zivile Geschäft aufzugeben.

Genau hier setzt der Vortrag an. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche technischen, organisatorischen und regulatorischen Voraussetzungen ein Unternehmen erfüllen muss, um als Zulieferer in Verteidigungsgüter-Lieferketten einzutreten.

Den Kern bildet die fertigungstechnologische Bewertung, welche wehrtechnischen Produkte sich mit dem vorhandenen Maschinen- und Prozessspektrum wirtschaftlich fertigen lassen. Ergänzend betrachtet werden die Wandlungsfähigkeit von Produktionssystemen sowie typische Ausschlusskriterien, an denen eine Umrüstung in der Praxis scheitert. Anhand eines Reifegradmodells und konkreter Unternehmensbeispiele wird gezeigt, wie sich die eigene Ausgangslage strukturiert bewerten und ein realistischer Weg zur Befähigung ableiten lässt.

Der Referent Nils Topp, M.Sc., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am wbk Institut für Produktionstechnik des KIT. Er beschäftigt sich mit wandlungsfähigen Produktionssystemen in der Batteriezellproduktion. Darüber hinaus begleitet er am wbk eine Workshopreihe zur Dual-Use-Produktion, in der mit produzierenden Unternehmen erarbeitet wird, wie sich zivile Fertigungskapazitäten für wehrtechnische Anwendungen erschließen lassen.

 

Die Teilnahme ist kostenlos. Ihre Anmeldung senden Sie bitte bis zum 06.11.2026 per Email an Natalie Reiser. Sie erhalten spätestens am 09.11.2026 den Link zur Teilnahme an der Veranstaltung als Microsoft Teams-Besprechung.